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Wie viele Sack Beton pro Zaunpfosten? Sackzahl nach Lochgröße

Die kurze Antwort

Ein normaler Zaunpfosten (9 x 9 cm) in einem 25 cm breiten, 60 cm tiefen Loch braucht rund 25 Liter Beton. Pro Pfosten sind das:

  • Fertigbeton im 25-kg-Sack - etwa 2 Sack (ein 25-kg-Sack ergibt rund 12,5 Liter erhärteten Beton).
  • Fertigbeton im 40-kg-Sack - etwa 1,3 Sack, also kauf 2 für einen einzelnen Pfosten.

Größere Löcher und dicke 14-x-14-cm-Pfosten laufen auf 3 bis 5 Sack zu 25 kg hinaus (2 bis 3 der 40-kg-Säcke). Die genaue Zahl hängt an einer einzigen Größe: dem Volumen des Lochs minus dem Volumen des Pfostens. Die Tabelle unten hat das durchgerechnet.

Sack pro Pfosten nach Lochgröße

Ein 25-kg-Sack Fertigbeton ergibt rund 12,5 Liter erhärteten Beton, ein 40-kg-Sack rund 20 Liter (die genaue Ausbeute steht auf dem Sack; Ruckzuckbeton liegt etwas höher, weil er weniger Wasser bindet). Die Tabelle füllt das Loch bis zur Oberkante und zieht die tatsächliche Pfostengröße ab (ein Holzpfosten misst meist 9 x 9 cm, ein dicker Eck- oder Torpfosten 14 x 14 cm).

Loch (Ø x Tiefe)PfostenBeton nötigSack 25 kgSack 40 kg
20 cm x 60 cm9 x 914 L1,10,7
25 cm x 60 cm9 x 925 L2,01,3
25 cm x 80 cm9 x 933 L2,61,7
25 cm x 90 cm9 x 937 L3,01,9
30 cm x 60 cm9 x 938 L3,01,9
30 cm x 90 cm9 x 956 L4,52,8
30 cm x 60 cm14 x 1431 L2,51,6
30 cm x 90 cm14 x 1446 L3,72,3

Die Sack-Spalten sind bewusst als Bruchzahl angegeben. Setzt du einen einzigen Pfosten? Runde auf. Setzt du einen ganzen Zaun? Rechne erst die Liter mal deine Pfostenzahl, dann teile durch die Sack-Ausbeute und runde einmal auf. Bei jedem Pfosten einzeln aufzurunden kauft 20 bis 30 % zu viel, das Rechenbeispiel unten zeigt den Unterschied.

Wie groß muss das Loch sein?

Die gängige Zaunpraxis in Deutschland:

  • Tiefe: rund ein Drittel der oberirdischen Pfostenhöhe eingraben. Ein 1,8 m hoher Zaun bekommt gut 60 cm Gründung. Entscheidend ist aber die Frosttiefe: In Deutschland liegt sie bei etwa 80 cm (in Mittelgebirgs- und Alpenlagen tiefer, bis 1,5 m). Geh mit der Sohle unter diese Grenze, sonst hebt der Frost den Pfosten.
  • Durchmesser: etwa das Dreifache der Pfostenbreite. Ein 9-x-9-cm-Pfosten bekommt ein 25 bis 30 cm breites Loch.
  • 15 cm Schotter oder Kies unter den Pfosten zur Entwässerung, also grab 15 cm tiefer als die Betonhöhe. Pfosten faulen zuerst am nassen Fuß; das Kiesbett ist billige Vorsorge.
  • Alternative ohne Beton am Holz: ein einbetonierter Pfostenträger (H-Anker oder Bodenhülse). Dann steht das Holz auf Abstand über dem Boden und bleibt trocken, und du betonierst nur den Metallschuh ein.

Die Pfostenlänge folgt aus derselben Regel: oberirdische Höhe plus Gründungstiefe. Ein 1,8-m-Zaun auf einbetonierten Pfosten braucht also etwa 2,4 m lange Pfosten.

Rechenbeispiel: ein 30-m-Zaun

Angenommen, du baust 30 m Sichtschutzzaun, 1,8 m hoch, mit einem Pfosten alle 2,5 m, und betonierst auf Frosttiefe (25 cm x 80 cm Loch):

  1. Pfosten: 30 ÷ 2,5 = 12 Felder, plus einen Endpfosten = 13 Pfosten.
  2. Beton pro Pfosten: 9-x-9-cm-Pfosten im 25-x-80-cm-Loch = 33 Liter je Stück.
  3. Gesamt: 13 × 33 = 429 Liter.
  4. Säcke: 429 ÷ 20 = 21,5, also 22 Sack Fertigbeton zu 40 kg. Oder 35 Sack zu 25 kg.

Das sind in der 40-kg-Variante 880 kg Sackware: plan zwei Fuhren mit dem Anhänger oder gleich eine Lieferung ein.

Jetzt die Aufrund-Falle: Kaufst du “2 Sack zu 40 kg pro Pfosten” (1,65 aufgerundet), schleppst du 26 Sack nach Hause. Erst zusammenrechnen kommt mit 22 aus. Gleicher Zaun, vier Sack weniger.

👉 Der Zaunrechner erledigt Schritt 1 sofort: gib Länge und Pfostenabstand ein, und er zählt Pfosten, Riegel und Latten (30 m bei 2,5 m Abstand liefert genau diese 13 Pfosten). Für die Sack-Mathe modellierst du ein Loch als Säule im Betonrechner (25 cm Durchmesser, 80 cm hoch), und er rechnet das Volumen direkt in Sackzahlen um. Er füllt den ganzen Zylinder, ohne den Pfosten abzuziehen, liest also etwas hoch, die sichere Seite beim Einkauf.

Ruckzuckbeton vs normaler Fertigbeton

  • Ruckzuckbeton (25-kg-Sack): die trockene Mischung rund um den ausgerichteten Pfosten ins Loch schütten, dann Wasser obendrauf geben, kein Mörtelkübel nötig. Er zieht in 20 bis 40 Minuten an, und der Pfosten hält nach wenigen Stunden Last aus. Das ist der einfachste DIY-Weg für Zäune.
  • Normaler Fertigbeton (25/40-kg-Sack): günstiger pro Liter, aber du mischst ihn erst mit Wasser an, und der Pfosten muss mindestens über Nacht senkrecht abgestützt bleiben, bis der Beton fest ist.
  • Die Festigkeit ist nicht der Knackpunkt: Beide erhärten weit über das hinaus, was ein Zaunpfosten je braucht. Nimm Ruckzuckbeton für die Bequemlichkeit, normalen Fertigbeton für den Preis bei langen Strecken.

Worauf du achten musst

  • Frosthebung. Die Lochsohle muss unter die Frosttiefe reichen, in Deutschland rund 80 cm, in kalten Lagen mehr. Ein vom Frost gehobener Torpfosten schließt nie wieder sauber.
  • Wasser ableiten. Zieh die Betonoberkante vom Pfosten weg schräg nach außen ab, damit Regen abläuft statt am Holz zu stehen. Alternative: den Beton 3 bis 4 cm unter Geländeoberkante enden lassen und mit Erde auffüllen.
  • Tore und Ecken. Torpfosten tragen die Schwinglast, geh beim Lochdurchmesser oder der Tiefe eine Nummer höher. Und der Rechner zählt eine gerade Strecke; jede Ecke bringt einen zusätzlichen Pfosten.
  • Vor dem Graben Leitungen prüfen. Hol dir kostenlos eine Leitungsauskunft (etwa über die Portale deiner Versorger oder die zentrale Leitungsrecherche), bevor der Spaten in den Boden geht. Ein durchtrenntes Strom- oder Gasrohr ist gefährlich und teuer.

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