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Wie viel Schotter unter die Bodenplatte? Dicke, m³ und Tonnen

Die kurze Antwort

Eine Bodenplatte sitzt auf einer verdichteten Schottertragschicht. Für eine Terrasse oder Gartenhaus-Platte reichen 10 bis 15 cm, in Deutschland baut man die Tragschicht aber gern 15 bis 20 cm dick auf. Bei 15 cm sind das rund 0,15 m³ Schotter pro Quadratmeter, also etwa 0,27 t pro m² (10 m² brauchen ungefähr 1,5 m³, rund 2,7 t). Je schwerer die Last und je schlechter der Boden, desto dicker:

  • Terrasse, Gehweg, Gartenhaus-Platte - 10 bis 15 cm
  • Garagenboden - 15 bis 20 cm
  • Einfahrt, oder wo ein Fahrzeug steht - 20 bis 30 cm, frostsicher aufgebaut
  • Weicher oder lehmiger Boden - 20 cm und mehr, über gut verdichtetem Untergrund
  • Gut dränierender, kiesiger Boden - kann dünner ausfallen, den Frost aber trotzdem im Blick behalten

Die Rechnung ist einfach: m³ = Länge (m) × Breite (m) × Dicke (m). In Tonnen umgerechnet: m³ × etwa 1,8, weil ein Kubikmeter Schotter je nach Gestein rund 1,8 bis 2,0 Tonnen wiegt. Danach 10 bis 20 % Zuschlag bestellen, denn Schotter sackt beim Verdichten zusammen.

Warum überhaupt Schotter unter den Beton kommt

Die Tragschicht erledigt drei Aufgaben, und wer sie weglässt, verliert alle drei:

  1. Entwässerung. Wasser läuft durch den Schotter ab, statt sich unter der Platte zu stauen. Das bedeutet weniger Frosthebung im Winter und weniger Bodenfeuchte, die in den Beton hochzieht.
  2. Gleichmäßige Lagerung. Verdichtetes, kantiges Gestein verteilt die Last und überbrückt weiche Stellen, sodass die Platte gleichmäßig oder gar nicht setzt. Ungleiches Setzen ist genau das, was Platten reißen lässt.
  3. Eine ebene Fläche zum Betonieren. Eine sauber abgezogene Tragschicht hält die Platte überall gleich dick. Betonierst du direkt auf rohen Boden, wird jede Erhebung zur Dünnstelle, und Dünnstellen reißen zuerst.

Nimm kantigen, gebrochenen Schotter, der sich beim Verdichten verzahnt: eine Schottertragschicht der Körnung 0/32 oder 0/45 (auch als Mineralgemisch oder Frostschutzkies erhältlich) funktioniert gut. Die Null in der Körnung heißt, dass Feinanteile von 0 mm mit drin sind, und die verkeilen das Ganze fest. Runder Zierkies rollt nur weg, statt sich zu verzahnen, und wird darum nie richtig fest.

Frostschutz: warum in Deutschland dicker aufgebaut wird

In den USA schreibt die Bauvorschrift oft nur eine 10 cm dicke Tragschicht vor. In Deutschland liegt die Sache anders, weil der Boden hier tiefer durchfriert. Die frostfreie Gründungstiefe beträgt rund 80 cm: Was darüber liegt, hebt sich im Winter mit dem gefrierenden Boden.

Für eine tragende Bodenplatte heißt das: entweder frostfrei gründen (Streifen- oder Frostschürze bis in frostfreie Tiefe) oder eine kräftige Frostschutzschicht darunter, damit sich keine Feuchtigkeit staut, die gefrieren kann. Für eine DIY-Gartenplatte ist der praktische Weg eine 15 bis 20 cm dicke Schottertragschicht aus gut dränierendem, gebrochenem Material, sauber verdichtet.

Zwei weitere Zahlen, die dazugehören: Die Platte selbst sollte mindestens 10 cm dick sein (bewehrte Gartenplatten oft 12 cm), und unter eine beheizte Bodenplatte gehört eine PE-Folie (0,2 mm) als Trennlage und Dampfbremse zwischen Schotter und Beton. Bei Garage, Terrasse, Gehweg und Einfahrt kannst du die Dampfbremse weglassen.

Schotter für gängige Plattengrößen

Lockeres Volumen vor dem Verdichten, Gewicht mit 1,8 t/m³ gerechnet (typische Dichte für Schotter; je nach Gestein und Verdichtung eher 1,8 bis 2,0 t/m³). Bestell 10 bis 20 % mehr als diese Zahlen.

PlattengrößeFläche10 cm Tragschicht15 cm Tragschicht
3 × 3 m9 m²0,90 m³ (~1,6 t)1,35 m³ (~2,4 t)
3 × 4 m12 m²1,20 m³ (~2,2 t)1,80 m³ (~3,2 t)
4 × 4 m16 m²1,60 m³ (~2,9 t)2,40 m³ (~4,3 t)
4 × 5 m20 m²2,00 m³ (~3,6 t)3,00 m³ (~5,4 t)
5 × 6 m30 m²3,00 m³ (~5,4 t)4,50 m³ (~8,1 t)
6 × 6 m36 m²3,60 m³ (~6,5 t)5,40 m³ (~9,7 t)
7 × 7 m (Doppelgar.)49 m²4,90 m³ (~8,8 t)7,35 m³ (~13,2 t)

(Schotter wird meist nach Tonne oder nach Kubikmeter verkauft, also passt jede Spalte beim Baustoffhandel. Beim Sackware-Kauf: ein 25-kg-Sack Schotter deckt nur etwa 0,014 m³ ab, für diese Mengen lohnt sich lose Ware.)

Durchgerechnetes Beispiel: eine Gartenhaus-Platte 4 × 5 m

Die Tragschicht. 4 × 5 = 20 m². Eine 12 cm dicke Tragschicht ist 0,12 m tief, also 20 × 0,12 = 2,4 m³ loser Schotter. Rechne etwa 15 % fürs Verdichten dazu und du bestellst rund 2,8 m³, etwa 5 Tonnen.

Der Beton obendrauf. Praktische Regel: Bei gleicher Dicke braucht die Betonplatte dasselbe Volumen wie die Tragschicht. Eine 4 × 5 m große Platte mit 12 cm Dicke ist wieder 20 m² × 0,12 m = 2,4 m³ Beton, und das sind rund 120 Säcke Fertigbeton zu 40 kg (ein Sack ergibt etwa 0,02 m³). Bei der Sackzahl macht Handmischen keinen Spaß mehr, und ein Fahrmischer mit Transportbeton wird die vernünftigere Wahl.

👉 Spar dir das Rechnen: Der Schotterrechner macht aus Grundfläche und Schichtdicke die Kubikmeter und Tonnen für Schotter, Zierkies oder Sand, und der Betonrechner rechnet danach die Platte obendrauf in Kubikmetern und Sackzahlen aus.

Worauf du achten musst

  • In dünnen Lagen verdichten. Eine gemietete Rüttelplatte verdichtet pro Durchgang nur die oberen 2 bis 3 cm richtig. Schütte 8 bis 10 cm auf, verdichte, wiederhole. 20 cm auf einmal aufgeschüttet und einmal überrüttelt bleibt unten locker.
  • Schotter heilt keinen schlechten Untergrund. Erst den Mutterboden und alles Organische abtragen, dann den freigelegten Boden verdichten, bevor die erste Lage kommt. Eine Tragschicht auf Matsch setzt sich wie Matsch.
  • Finger weg vom runden Zeug. Runder Zierkies allein verzahnt sich unter einer Platte nicht. Wenn dir die Optik gefällt, heb ihn dir für Wege auf und nimm hier kantigen, gebrochenen Schotter.
  • Örtliche Vorgaben und Frost gehen vor. Frosttiefe, quellender Lehm und der Bauuntergrund sind regional verschieden. Die Zahlen hier sind ein solider Startwert für den Garten; im Zweifel fragst du das Bauamt oder einen Statiker.

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